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2014

Horror Nights

Der Nightgrabber kriecht in Deine Träume und lässt Dich nicht mehr frei – er wechselt Gestalt, lauert hinter vertrauten Bildern und verwandelt selbst Kinderzimmer und Wälder in Orte reinen Grauens. In einem eskalierenden Albtraum aus Werwolfverwandlungen, ausbrechenden Zombie-Experimenten, einer von Spinnen überwucherten Gruft und dunklen Flüchen zerfällt bei den Horror Nights jede Ordnung, während Dich jede Station tiefer in Angst, Verfall und blutige Jagden zieht. Und selbst draußen, wo brennende Straßen, das Ende der Welt und der „Vampire’s Club“ zwischen verführerischer Ekstase und tödlicher Nacht verschmelzen, gibt es keinen Ausweg mehr – nur die Gewissheit, längst zur Beute geworden zu sein.

Blutrünstige Szene bei den Horror Nights 2014 im Europa-Park Erlebnis-Resort.

Der Nightgrabber zieht durch die Träume, reißt mit einem Peitschenknall aus dem Schlaf, lässt die Augen vor Schrecken flimmern. Das Scheusal macht sich mit Einbruch der Dunkelheit auf seine blutrünstige Jagd. In „Nightmare“ durchlaufen die potenziellen Opfer einen Alptraum, bei dem ihnen der Nightgrabber stets auf den Fersen ist. Wie ein Wechselbalg nimmt er dabei immer andere Gestalten an. Ist es der Clown mit den diabolisch blitzenden Augen, der höhnisch lachende Zahnarzt oder die bucklige, alte Frau mit den schwarzen Zähnen?

Hinter jedem Wesen kann sich der höllische Dämon verstecken. Das lieblich gestaltete Kinderzimmer ist in diesem Haus kein Ort der Freude und des Spiels. Selbst im Kleiderschrank lauert Ungemach. Eilt man vorbei an rostigen Käfigen durch die schaurig-klitschigen Katakomben, deren feiner Nebel unter die Kleidung kriecht und sich auf die Brillengläser legt, hinaus in den düsteren Wald, ist man dem Nightgrabber schutzlos ausgeliefert. Dieser Albtraum hört nie auf. Er fängt 2014 erst an.

Werwolf und Rotkäppchen bei den Horror Nights 2014 im Europa-Park Erlebnis-Resort.

“Der Fluch des Werwolfs” ist grauenvoll und erbarmungslos. In den finsteren Gemäuern eines Einfamilienhauses bahnt sich das Unheil seinen Weg. Einmal im Monat verschwindet der Hausherr im von Kakerlaken bevölkerten Keller. Seine Schreie durchdringen Mark und Bein. Schwere Eisenketten umschlingen Arme und Beine. Die Knochen knacken. Aus dem Gesicht eines liebevollen Vaters wird das Antlitz einer Bestie.

Sein Körper ist überzogen von dunklen, langen Haaren. Reißzähne ragen aus dem gewaltigen Kiefer. Den Werwolf dürstet es nach Blut. Das Metall zerberstet. Er jagt mit Schaum vor dem Maul durch die Gänge. Gleich wird er sein erstes Opfer erlegen. Findet man den schnellsten Weg zum Ausgang? Kann man ihm entkommen? Jetzt ist Tempo gefragt.

Zombie Charakter im Laborkittel bei den Horror Nights 2014 im Europa-Park Erlebnis-Resort.

Hohe Zäune ragen in den Himmel. Mit Stacheldraht und elektrischen Leitungen sollen Eindringlinge ferngehalten werden. Doch die Neugier ist zu groß. Das Ungewisse reizt. Vorbei an einem verlassenen LKW führen sterile Korridore in das Innere einer ruchlosen Experimentieranlage. Das „Labor“ erinnert an Science-Fiction-Filme. Warnhinweise blinken auf, bevor man die große Schleuse betritt. Doch krankhafte Wissbegierde treibt weiter voran. Hier werden Zombies in Versuchen mit Musik kontrollierbar gemacht. Die Armee der Untoten ist bereit. In sicherem Abstand lauern sie hinter dicken Panzerglasscheiben, faszinierend wie gefährliche Tiere im Zoo. Im Brutraum wachsen neue Kreaturen heran, stets kontrolliert von emsigen Forschern.

Doch etwas läuft schief. Eine Explosion erschüttert die Station. Die Wissenschaftler haben das Regiment verloren. Die Zombies sind ausgebrochen, irren hungrig durch die Flure und wittern Fleisch. Menschenfleisch! Blut klebt an den Wänden, frische Tropfen trocknen langsam auf dem kalten Kachelboden. Dieser trostlose Raum war Zeuge eines monströsen Infernos, ein Geburtsort der Zerstörung und des Leids. Die Untoten haben ein Massaker angerichtet. Die Flucht kann nur durch den Lüftungsschacht gelingen. Der Weg ist beschwerlich. Rauchschwaden erschweren die Sicht. Große Ventilatoren peitschen Wind entgegen. Das Ziel naht. Ist es wirklich die Rettung?

Zombie Charakter mit blutigem Outfit bei den Horror Nights 2014 im Europa-Park Erlebnis-Resort.

Deponiert werden die Zombies aus dem Labor in „The DEAD Inside 2.0“. In großen Kisten stapeln sich hier die Untoten. Täglich wird Nachschub geliefert. Das Lagerhaus platzt aus allen Nähten. Wie lange können die Ungetüme noch im Zaum gehalten werden? Ein Stromausfall hat das Sicherheitskonzept bereits 2013 ins Wanken gebracht. Haben die Monster jetzt die Überhand gewonnen? Wenn die ahnungslosen Besucher herausfinden, was sich hier abspielt, könnte es bereits zu spät sein.

Auch die Spinnen in „The Crypt – reborn“ sind außer Kontrolle geraten. Sie dominieren das Labyrinth des Grauens. Die Versuche eines irren Professors sind fehlgeschlagen. Sein perfider Plan, mit dem Sekret mutierter Insekten Zeitreisen zu unternehmen und damit Tote zum Leben zu erwecken, ging nicht auf. Die Krabbeltiere sind an der Macht. Ägyptische Statuen sind umhüllt von klebrigen Spinngeweben. Im Dickicht der silbernen Fäden stockt der Atem. Acht haarige Beine, dick wie Baumstämme, borstig und schwarz, bewegen sich langsam auf die Eindringlinge zu. Aus den Giftklauen trieft der toxische Saft. Die groben Mundwerkzeuge warten nur darauf, sich festzubeißen und den qualvollen Tod zu bringen.

Eine besonders aggressive Spezies malträtiert die im unwirtlichen Wirrwarr gefangenen Seelen. Kein Kammerjäger käme gegen sie an. „The Crypt – reborn“ gibt Arachnophobie eine ganz neue Bedeutung. Die Bestien wollen überall hin – und sie kommen auch überall hin, finden jede Lücke, drücken sich durch jeden Spalt der maroden Gemäuer. Harmlos blicken sie mit großen Knopfaugen gedankenverloren ins Nichts und sind doch heimtückisch und flink, wenn sie ihre Beute erlegen wollen.

Wesen "Der Angstmacher" mit Krähenschwingen bei den Horror Nights 2014 im Europa-Park Erlebnis-Resort.

Mit rußfarbenen, gigantischen Krähenschwingen kämpft sich ein teuflisches Wesen durch den “Nightgrabber Forest“. Der Angstmacher stolpert mal laut raschelnd und rumpelnd durch das Dickicht, mal schleicht er leise und unbemerkt bis er seine Beute erlegen kann. In der furchteinflößenden Gestalt des Nightgrabbers verschmelzen drei Sagengestalten zu einer unheimlichen Ausgeburt des Schreckens. Der Nachtkrabb treibt der Mär nach im Schwarzwald sein Unwesen. Nach Einbruch der Dunkelheit ergreift er alle Kinder, die sich im Freien aufhalten und fliegt mit ihnen meilenweit weg von zu Hause bis sie nicht mehr zurückfinden. Auch die Krampusse haben es auf unartige Kinder abgesehen.

In Teufelsgestalt scharen sich die Fabelwesen um ihre Opfer und bringen Unheil und Verderben. Als Wechselbalg, der ebenfalls in der Sagenwelt verankert ist, verändern sie ständig ihr Aussehen, entstammen dem Teufel und haben ihren Ursprung in der Mythologie. Dieser Wald ist bedrohlich und kalt. Der Nachtwind lässt die Baumkronen wanken. Wie dunkle Wolken schieben sich die Wipfel vor den Mond, rauben jeden Lichtblick. Schutzlos ausgeliefert läuft man den Nightgrabbern direkt in ihre Fänge. Ein Entkommen ist hier unmöglich.

Zombie Charakter mit Kampfnarben im Gesicht bei den Horror Nights 2014 im Europa-Park Erlebnis-Resort.

„Zombie Arrival“ ist die Anlieferungszone der „Undead Delivery Corporation“, die sich auf die Zustellung von Zombies und Monstern spezialisiert hat. Horden warten darauf, aus ihrem Verschlag zu kommen. Sperrige Kisten säumen den schmalen Weg.

Es rumpelt und schmatzt hinter dem spröden Holz. Die Höllenwesen erwachen. Das Übel lauert hinter jeder Biegung. Mit unbändiger Kraft boxen sich die Zombies in die Freiheit. Splitter fliegen durch die Luft. Der Himmel verdunkelt sich. Der Untergang naht.

Blutrünstige Gestalten bei den Horror Nights 2014 im Europa-Park Erlebnis-Resort.

Brennende Autos säumen den Weg der „End of Days“ Street. Düstere Silhouetten tapsen unbeholfen durch das Szenario. So behäbig sie sich durch die Wracks quälen, so agil springen sie los, wenn sie Erdenkinder riechen. Furcht und Ohnmacht dotzen zwischen den Hirnwindungen hin und her. Gasgeruch liegt in der Luft und bildet eine ekelerregende Melange mit dem süßlichen Duft des Todes. Jeder Funkenschlag kann das Aus bedeuten. Dieser Weg führt geradewegs in die Hölle.